12. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

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Ausstellungsorte der 12. Berlin Biennale

Die 12. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst gibt die Ausstellungsorte bekannt:

Akademie der Künste, Hanseatenweg und Pariser Platz

Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

KW Institute for Contemporary Art

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie

Mit ihren Ausstellungsorten kartografiert die 12. Berlin Biennale historische Brüche sowie politische und soziale Transformationsprozesse, die in Berlin ihren Anfang nahmen und weit über die Stadt hinauswirken. Vor diesem Hintergrund formulieren die Beiträge zur 12. Berlin Biennale dekoloniale Strategien und Praktiken für die Gegenwart.

Akademie der Künste, Hanseatenweg © Erik-Jan Ouwerkerk

Akademie der Künste, Pariser Platz © Erik-Jan Ouwerkerk

Akademie der Künste, Hanseatenweg und Pariser Platz

Die Akademie der Künste, Berlin, ist eine internationale Gemeinschaft von Künstler:innen mit den sechs Sektionen Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst sowie Film- und Medienkunst. Gegründet im Jahr 1696, hatte die Akademie der Künste über zwei Jahrhunderte lang ihren Sitz am Pariser Platz. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In der Folgezeit entstanden getrennte Akademien in Ost und West, die nach dem Fall der Mauer zusammengeführt wurden. Das 1960 in Westberlin gebaute Haus am Hanseatenweg blieb als Standort für Ausstellungen und Diskursprogramme bestehen. Im Jahr 2005 bezog die Akademie der Künste zusätzlich ihren gläsernen Neubau am Pariser Platz. Bereits im Jahr 1998 war das damals noch verfallene Akademiegebäude einer der Ausstellungsorte der 1. Berlin Biennale. Nach weiteren Ausstellungen an je einem der Standorte bespielt die aktuelle Ausgabe der Berlin Biennale nun erstmals beide Häuser.

Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt © faf.berlin

Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt

Das Pilotprojekt Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt erprobt am Beispiel Berlins modellhaft, wie eine Metropole, ihr Raum, ihre Institutionen und ihre Gesellschaft auf (post-)koloniale Wirkungen hin untersucht werden können. Der Projektraum befindet sich in der Wilhelmstraße 92 zwischen den ehemaligen Standorten der Reichskanzlei und des Auswärtigen Amtes. Dort kamen 1884/85 die Gesandten der europäischen Mächte, der USA und des Osmanischen Reichs auf Einladung des Deutschen Reichs und der Republik Frankreich zur Berliner Konferenz zusammen und verständigten sich über die Regeln für die koloniale Aufteilung und Ausbeutung des afrikanischen Kontinents. Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt ist ein gemeinsames Projekt von Berlin Postkolonial e. V., Each One Teach One (EOTO) e. V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e. V. und der Stiftung Stadtmuseum Berlin.

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin © David von Becker

Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Der Hamburger Bahnhof wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Endbahnhof für die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin eingerichtet und Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Museum für Verkehr und Technik umgebaut. Während der deutschen Teilung lag er für Jahrzehnte ungenutzt im Niemandsland zwischen West- und Ostberlin. Seit seiner Eröffnung 1996 gehört das Haus zur Nationalgalerie. Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zählt heute zu einem der bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst weltweit. Auf rund 10.000 Quadratmetern werden parallel zu den Sonderausstellungen Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie und weiteren wichtigen internationalen Sammlungen gezeigt.

KW Institute for Contemporary Art © Frank Sperling

KW Institute for Contemporary Art

Die KW Institute for Contemporary Art widmen sich durch die Produktion, Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst zentralen Fragen der Gegenwart. Vor mehr als 30 Jahren in der turbulenten Nachwendezeit in einem verfallenen Fabrikgebäude in der Auguststraße gegründet, haben sich die KW als lebendiger Ort für progressive künstlerische Praktiken etabliert. Hier wurde auch die Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst gegründet und 1998 erstmals ausgerichtet. Seitdem sind die KW Fixpunkt als Ausstellungsort der Berlin Biennale, die zu jeder Ausgabe hier und an weiteren Orten künstlerische Arbeiten und Programme präsentiert, die die in der Stadt geführten Diskurse um neue Perspektiven erweitern.

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie © BStU/Dronebrothers

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie

Mit rund 50 Gebäuden und Tausenden Büros war die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg zu DDR-Zeiten ein riesiger Komplex, in dem bis zu 7.000 hauptamtliche Stasimitarbeiter:innen tätig waren. Um die Alleinherrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zu sichern, organisierten sie von hier aus die Überwachung und Unterdrückung der Bevölkerung sowie die Auslandsspionage der DDR. Im Januar 1990 drangen Bürger:innen auf das abgeriegelte Gelände vor und trugen dazu bei, das Wirken der Stasi und die Vernichtung der Akten zu stoppen. Heute ist die frühere Bastion der Geheimpolizei ein Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand, ein Lernort für Demokratie.

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