De/Kolonialen Konturen nachgehen

Akademie der Künste, Hanseatenweg
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Deutsch

Mit Feben Amara und Nene Opoku (Black Earth Kollektiv)

Das Anthropozän hat sich als tückisches Vexierbild erwiesen. Die Katastrophen der Vergangenheit und Gegenwart werden von technoiden Allmachtsfantasien überblendet. Können wir durch eine Veränderung im Blickwinkel, womöglich durch eine Rotation des Kopfes, die Starrheit verlassen und das Bild zum Kippen bringen um die Vielfalt der Konturierungen wahrnehmbar zu machen?

In dieser Fokus-Tour werden wir mit einigen künstlerischen Positionen die koloniale Dimension unserer ökologischen Krise einblenden. Wir werden sehend, sprechend und spazierend den Blickwinkel verändern und uns dekolonialen und antirassistischen Perspektiven zuwenden.

Feben Amara ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und medien- und disziplinübergreifend an den Schnittstellen von Textproduktion, Vermittlung und künstlerischer Intervention tätig. Sie forscht zu verschiedenen Verhältnissen von künstlerisch-kulturellen Produktionen und Widerstands- und Organisierungspraxen. Bei der 12. Berlin Biennale ist sie Teil des Vermittlungsteams.

Nene Opoku beschäftigt sich mit Ungleichheitsideologien in historisch vergleichender Perspektive. Außerdem ist sie Mitglied im Black Earth Kollektiv Berlin, dass sich aus dekolonialer und intersektionaler Perspektive mit der Klima(un)gerechtigkeit beschäftigt.

Fokus-Touren laden zu Erkundungen innerhalb und außerhalb des Ausstellungsraums ein und schärfen unseren Blick, unser Hören und unser Denken anhand ausgewählter Themen. Fokustouren sind eine Mischung aus einem öffentlichen Rundgang und einem Workshop. Fokustouren und Workshops sind kostenfrei und werden von der Vermittlung der Berlin Biennale organisiert.

Anmeldung und weitere Informationen: mediation@berlinbiennale.de